Wohnhaus Wilhelm-Kuhr-Straße

Das Grundstück in der Wilhelm-Kuhr-Straße ist direkt an der Panke gelegen. Dem Grundstück liegt ein Bebauungsplan von 1954 vor. Eine Lückenschließung ist im Bebauungsplan nicht vorgesehen.
Aufgrund der versetzten Anordnung von Vorder- und Gartenhaus entsteht ein ruhiger Hinterhof und gleichzeitig ein direkter Blick von der Straße auf den zurückgesetzten Gebäudeteil.
Der Neubau schließt sich einseitig an die bestehende Bebauung der Wilhelm-Kuhr-Straße an und hält zur südlich gelegenen Nachbarbebauung Abstand. Da die Straßenseite nicht vollständig geschlossen wird, entsteht ein direkter Zugang zur Panke. Besonders städtebaulich markant ist der gerundete Erker über Eck, der in den offenen grünen Hof führt.
Der Entwurf sieht im vorderen Teil eine Wohnnutzung über fünf Vollgeschosse, im Gartenhaus über vier Geschosse vor, wobei je ein zurückspringendes Staffelgeschoss geplant ist.
Die Erschließung erfolgt zum einen über die Straßenseite und zum anderen über die Gartenseite.
Der Sockel ist im Erdgeschoss mit Klinker verblendet. Durch die Differenziertheit des Baukörpers mit einem akzentuierten Sockelgeschoss und einer vertikalen Fensteranordnung führt der Entwurf die Berliner Bautradition in einer zeitgemäßen Neuinterpretation fort. Besonderes Augenmerk gilt der Neuinterpretation der Berliner Erkerlandschaft.

Das Untergeschoss bietet Platz für insgesamt 15 Pkw-Stellplätze und Abstellflächen für die Wohneinheiten. Erschlossen wird die Tiefgarage über einen Autoaufzug, wie auch über die beiden Treppenhäuser und Aufzüge.
Die 27 Wohneinheiten befinden sich in den fünf bzw. vier darauf folgenden Obergeschossen und dem Staffelgeschoss.
Eine natürliche Belichtung von jeweils zwei Himmelsrichtungen ist fast in jeder Wohnung gegeben.
Das Gebäude wird aus Stahlbetonbau und Mauerwerk errichtet. Die Brandwandbereiche sind als Kalksandstein-Mauerwerk geplant, ebenso die Fassaden. Nichttragende Wände werden als Trockenbaukonstruktion ausgeführt.
Für die Ausführung der Putzfassaden ist ein Wärmedämmverbundsystem vorgesehen. Eine schlichte Eleganz erhält die Fassade durch große, gleichmäßig im Raster angeordnete Fensterelemente, die aus Holz und Aluminium ausgeführt werden.
Begehbare Flächen auf Dachterrassen und Balkonen werden aus frostsicheren Plattenbelägen und aus Holz mit entsprechender Unterkonstruktion ausgeführt.

Standort Berlin - Wedding
Architekten HAAS Architekten BDA, Berlin
Bauherr Haschtmann & Cie. GmbH
Tragwerksplanung Ing.-Büro Rüdiger Jockwer GmbH
Haustechnik Ing.-Büro Lars Dohmann
Baubeginn 5 / 2017
Fertigstellung 9 / 2018
Wohnfläche 1700 m²
© 2017 HAAS ARCHITEKTEN BDA

Generalplaner + Architekten | Dipl.Ing Silke Gehner-Haas | Dipl.Ing Friedhelm Haas

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